"Himpelchen und Pimpelchen mischen die Kita-Landschaft auf"

 Am 05.09.2020 veröffentlichte die "Delmenhorster Kreiszeitung" einen Artikel über die Trägerübernahme der Kita in der Schreberstraße, Delmenhorst, durch Himpelchen und Pimpelchen:

 

"Was die neu entstehende Kita an der Schreberstraße mit Stuttgart verbindet / Start in August 2021

Von Thomas Breuer

DELMENHORST Die Wartelisten für Krippen- und Kita-Plätze in der Stadt sind lang, umso sehnlicher wird die Fertigstellung der neuen Kita an der Schreberstraße nahe der Grundschule Annenheide erwartet. Zum August 2021 soll sie in Betreib gehen und 105 Krippen- und Kindergartenkinder einen Betreuungsplatz bieten. Bereits am Dienstag, 8. September, soll das Richtfest für das 3,77-Millionen-Euro-Projekt gefeiert werden. Drei Millionen Euro davon bringt die Stadt selbst auf.

Die Kita wird künftig die Blicke nicht nur auf sich ziehen, weil sie neu ist, sondern weil die Trägerschaft erstmals an eine gemeinnützige Gesellschaft vergeben wird, die ihren Sitz weit entfernt von Delmenhorst hat: die nach einem volkstümlichen Fingerspiel benannte „Himpelchen und Pimpelchen gGmbH“ in Stuttgart. Sie tritt als neuer Akteur in die Delmenhorster Kita-Landschaft, in der es bislang sieben verschiedene Träger gibt: die Arbeiterwohlfahrt, das Deutsche Rote Kreuz, die Lebenshilfe, der Verein zur Förderung der Waldorfpädagogik Delmenhorst, die evangelische und die katholische Kirche sowie die Stadt selbst..."

Wenn Cornelia Bains-Terschawetz aus ihrem Leben erzählt, dann hat sie wirklich etwas zu berichten. 1969 geboren, kam sie als alleinerziehende Mutter nach Stuttgart und wurden mit den Widrigkeiten bei der – letztlich erfolglosen – Suche nach einem Betreuungsplatz für ihr zweites Kind konfrontiert. So startete sie 2002 als Tagesmutter, ehe aus der Ich-AG über einen Zwischenschritt 2009 drei Jahre später die inzwischen kräftig expandierende „Kindertagesstätten Himpelchen und Pimpelchen gGmbH“ wurde. „2021 werden wir in fünf Bundesländern vertreten sein“, sagt Bains-Terschawetz.

Möglich ist dies nach ihren Worten wesentlich durch die Finanzkraft des norwegischen Kindertagesstätten-Betreibers Dibber, dessen deutsche Tochter Creakids Anfang 2020 die Gesellschaftsanteile von Himpelchen und Pimpelchen übernommen hat. Cornelia Bains-Terschawetz ist ihrem Baby als Geschäftsführerin erhalten geblieben.

Wenn Gerd Galwas von der Delmenhorster Stadtverwaltung als städtischer Fachdienstleister für die Kindertagesbetreuung über die Kür von Himpelchen und Pimpelchen als Träger der neuen Kita spricht, dann sagt er: „Das war ein ganz eindeutiges Ergebnis.“ Insgesamt fünf mögliche Träger hatten sich beworben, eine sechsköpfige Bewertungskommission aus der Verwaltung konnte jeweils bis zu 900 Punkte vergeben. Detailliert mussten im Konzept 18 inhaltliche Unterpunkte dargelegt werden, etwa zu den geplanten Tagesabläufen, zur Inklusion, zur Sprachförderung, zur Eingewöhnung oder zur Arbeit mit Kindern aus benachteiligten Familien. Die Bewerbung von auswärts hat hier offenbar die mit Abstand überzeugendsten Ausführungen geliefert.

Und sie hat auch darlegen können, dass die große Distanz nach Stuttgart künftig kein Hemmschuh sein werde. Für die Kitas in Niedersachsen soll es im Bundesland zwei pädagogische Führungskräfte als Brücke zur Zentrale geben. Sie sollen Fachkräften in den Einrichtungen sowie im Bedarfsfall auch Eltern zur Verfügung stehen – entweder persönlich, am Telefon oder per Videokonferenz…“

 

Lesen Sie hier den gesamten Artikel aus dem Delmenhorster Kreisblatt vom 05.09.2020