Neustart für Nieder-Ramstädter Kita - Mühltal

Am 25.08.2020 veröffentlichte das Blatt "Echo" einen Artikel über die Trägerübernahme der Kita Schatzkiste in Mühltal durch Himpelchen und Pimpelchen:

 

Titelbild Neustart fuer Nieder Ramstaaedter Kita"Die Himpelchen und Pimpelchen gGmbH hat die Trägerschaft für die "Schatzkiste Neubau" übernommen. Viele Mitarbeitende sind allerdings ins Haupthaus oder zu anderen Einrichtungen gewechselt.

NIEDER-RAMSTADT - Sonja Wedel ist begeistert. Der Neuanfang ihres Sohnes Paul (5), der monatelang wegen Corona zu Hause war, in der Kita hat gut geklappt.
Zwar seien am zweiten Tag Tränen geflossen, denn die Eltern müssen ihre Kinder wegen der Schutzmaßnahmen vor der Tür abgeben. Dennoch sei Paul jetzt gut angekommen. Sonja Wedel durfte sich telefonisch jederzeit über sein Wohlergehen erkundigen. Man spüre überall, „dass Eltern und Kinder sich wohlfühlen sollen“. Das Personal sei „mit Leib und Seele dabei“ und mache es einem leicht: „Das kommt auch bei den Kindern gut an.“

Die Kindertagesstätten Himpelchen und Pimpelchen gGmbH aus Stuttgart, kurz Him und Pim, hat die Trägerschaft der früheren „Kita Schatzkiste – Neubau“ auf dem Pfaffenberg übernommen. Drei Jahre lang hatte die Gemeinde Mühltal die Einrichtung mit einer Krippengruppe und zwei Kita-Gruppen selbst betrieben. Die Leiterin des Stammhauses Schatzkiste, Anne-Kathrin Thienel, hatte auch die Leitung der Kita im Neubau inne. Doch die Gemeindevertretung hatte bereits mit Gründung der neuen Kita 2017 beschlossen, dass die Trägerschaft extern vergeben werden soll.
Nun hat Himpelchen und Pimpelchen den Zuschlag erhalten. „Das Gesamtpaket hat gepasst“, sagt Bürgermeister Willi Muth. Drei Bewerber habe es gegeben, das Kita-Personal sei in die Auswahl einbezogen gewesen.

Fünf der 13 früheren Mitarbeiter sind weiter bei dem neuen Träger tätig, wie Geschäftsführerin Cornelia Bains-Terschawetz sagt. „Eigentlich hätten wir das gesamte Personal übernehmen müssen, das wäre uns entgegengekommen“, sagt sie. Juristisch hätte es sich dann aber durch ein „Widerspruchsrecht bei Betriebsübergang“ anders dargestellt, wie sie erklärt. So konnte das Personal selbst entscheiden, ob es geht oder bleibt. Einige seien ins Stammhaus zurückgegangen, andere hätten etwa eine neue Position in anderen Einrichtungen angenommen, so Willi Muth.

„Wir haben Wert daraufgelegt, dass die Kinder nach den Ferien ein bekanntes Gesicht wiedersehen“, so Cornelia Bains-Terschawetz. Das sei auch prima gelungen, bestätigt Sonja Wedel, auch wenn der Abschied von den früheren Erzieherinnen und Erziehern abrupt gewesen sei. Innerhalb von zwei Wochen konnte der neue Träger die Stellen besetzen, für eine laufe noch das Bewerbungsverfahren, sodass ab September wieder die volle Betreuungszeit von 7.30 bis 16.30 Uhr angeboten werden könne. Integrationsplätze könnten bei Bedarf umgesetzt werden.
„Die Eltern sind sehr positiv gestimmt“, das habe Cornelia Bains-Terschawetz beim ersten Elternabend erlebt. Ab 1. Oktober übernimmt Anke Winter die Leitung, die bereits jetzt stundenweise in der Kita ist, ab 1. September Christoph Stampp die Stellvertretung. Ab 1. November sei die Kita mit ihren 62 Plätzen voll belegt.
Him und Pim arbeite nach dem Situationsansatz: „Wir holen das Kind da ab, wo es steht.“ Persönlichkeit, Selbstbewusstsein und Eigenständigkeit würden gefördert und dazu beigetragen, dass es sich zu einer gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit entwickle.

Wegen Corona blieben die Gruppen derzeit unter sich, drinnen wie draußen. Beim Essen werde streng auf Hygienevorschriften geachtet. Die Konzeption umfasse Sprachförderung, mathematisch-naturwissenschaftliche Experimente, Sport und Bewegung, Theater, gesunde Ernährung, musikalische Förderung.
"wenn nur die Hälfte dessen klappt, was sie vorhaben, ist das schon gigantisch", schwärmt Sonja Wedel."

Von Rebecca Keller

 

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